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Die 3 bekanntesten Pfeffergerichte Weltweit

Pfeffergerichte findet man definitiv in jedem Haushalt. Mal in der vielfältigen mal in der abgespeckten Variante. Egal ob grober oder feiner Pfeffer, kräftig oder mild, ohne leckere Pfefferspeisen wäre das Leben für den Ein oder Anderen sprichwörtlich ungenießbar.

Pfeffer und andere Gewürze

Seit jeher verwenden wir Gewürze um unseren Mahlzeiten den ultimativen Geschmack, das gewisse Etwas zu verleihen. Jeder Kontinent, jedes Land greift auf eine eigene, typische Gewürzpalette zurück und hat besondere Pfeffer Rezepte. Chili, Kümmel, Knoblauch, Thymian, Safran, Vanille, Paprika, Muskat,… die Liste hat kein Ende. Mittlerweile gibt es nicht nur das eine Gewürz, ein duftendes, buntes Pulver in einem wieder verschließbaren Döschen. Nein, es gibt auch die sogenannten Gewürzmischungen. Neben den bekannten wie Curry oder Harissa, gibt es auch Mischungen, die es dem Verbraucher leichter machen die passenden Gewürze für eine ganz bestimmte Mahlzeit auszuwählen. Die haben dann so trendige Namen wie „fire wall“ oder „sweet love“.

Aber braucht man das wirklich? So viele verschiedene Gewürze, nur um ein leckeres Gericht zu zaubern? Wohl kaum.

Seit über 1000 Jahren treiben wir gewinnbringenden Handel mit den Früchten einer gewissen Pflanze, die nun kaum mehr aus irgendeiner Küche auf diesem Planeten wegzudenken wäre. Die Rede ist von der „piper nigrum“, der Pfefferpflanze.

Ursprung der Pfefferpflanze

Der Ursprung der Pflanze liegt in Indien, sie wird heute aber auch in großen Mengen in Vietnam, Malaysia, Indonesien und Brasilien angebaut. Das tolle am Pfeffer ist seine Vielfalt, hochwertige Pfeffersorten sind noch edler im Geschmack. Je nach Erntezeitpunkt gibt es ihn in schwarz, weiß, grün oder rot und jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack, wobei dem weißen Pfeffer eine etwas mildere Schärfe zugesprochen wird. Wie bereits erwähnt, ist der Pfeffer ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Gewürzregals, man ist sogar so begeistert von ihm, dass man angefangen hat eigene Rezepte mit dem Pfeffer als Hauptdarsteller zu kreieren.

Die Pfeffersoße, das bekannteste Pfeffergericht überhaupt!

Die Pfeffersoße ist das absolutes Highlight wenn es um würzige Fleischspeisen geht. Aber auch vegetarisch ist sie universell einsetzbar und verwandelt ein normales Gericht in ein leckeres Pfeffergericht
Zutatenliste:
3 Schalottenpfeffergerichte
1 EL Butter
1 EL Zucker
400 ml Bratenfond
150 ml Gemüsebrühe
50 ml Sherry
50 ml Schlagsahne
einen dunklen Soßenbinder
3 Stängel Rosmarin
und zu guter Letzt 2 EL bunter Pfefferkörner.

Die Schalotten werden geschält, fein gehackt und in Butter hellbraun angeröstet. Der Zucker wird über den Schalotten leicht karamellisiert und mit dem Fond, der Gemüsebrühe sowie dem Sherry abgelöscht. Zum Schluss den Rosmarin und natürlich die Pfefferkörner dazu geben und mindestens 10-15 Minuten köcheln lassen. Nach bedarf mit dem Soßenbinder abbinden, den Rosmarin entfernen und voilà, sie haben die perfekte Pfeffersoße kreiert.

Asiatisches Pfeffergericht

„Mou Phad Kaphrao Prik Thai Sod“ schon mal gehört? Nicht? Übersetzt bedeutet das so viel wie „Schweinehackfleisch mit grünem Pfeffer“. Ein leckeres Pfeffergericht aus Thailand zu dem üblicherweise Reis serviert wird.
Für dieses Gericht benötigt man:asia gewürze
6 Knoblauchzehen
3 große Chilischote
1 Zwiebel
1EL rote Currypaste
5EL Öl
600g Hackfleisch vom Schwein
4 Limettenblätter
4 Zweige Basilikum
2EL Austernsoße
3EL Fischsoße
1TL Zucker
einige Salatblätter
und ganz wichtig 4EL frische grüne Pfefferkörner.

Zubereitung:

Mit dem Knoblauch, den Chilis, der Zwiebel und dem roten Curry soll eine weiche Paste hergestellt werden, am besten eignet sich hierfür ein Mörser mit dem man die Zutaten leicht zerstampfen und vermengen kann. Die Paste wird mit dem Öl in einem Wok für zirka eine Minute erhitzt, bevor das Hackfleisch hinzugefügt wird. Sobald das Schweinefleisch leicht angebraten ist, gibt man die Limettenblätter und den Basilikum hinzu. Die grünen Pfefferkörner werden nun untergerührt.

Abgeschmeckt wird am Ende mit dem Zucker, etwas Wasser und der Austern- und Fischsoße. Das ganze kann dann, neben dem Reis auf frischen Salatblättern angerichtet werden. Wenn sie gerne scharf und asiatisch essen, ist dieses Gericht genau das richtige für sie. Es sieht nicht nur angerichtet super aus, sondern schmeckt auch fantastisch.
Die asiatische Küche ist voll von verschiedenen Aromen und Gewürzen und daher definitiv empfehlenswert, wenn sie Interesse an verschiedenen Gewürzmischungen und Schärfegraden haben.

Das Pfeffersteak

Hier in Europa mag man es lieber etwas milder und einfacher. Ein beliebter Kandidat ist daher das Pfeffersteak.
Die Zubereitungszeit beträgt nur etwa 20 Minuten.
Die Steaks werden zunächst entfettet und dann seitlich eingeschnitten, damit sich das Fleisch beim braten nicht wölbt. Für den nächsten Schritt dürfen die Pfefferkörner gerne etwas zerdrückt werden, bevor man die Steaks damit von beiden Seiten gut einreibt. Während das Fleisch scharf angebraten wird, kann man mit Salz nachwürzen.

Für die Soße die Steakes aus der Pfanne nehmen und abgedeckt ruhen lassen. Die übrigen Pfefferkörner mit kaltem Wasser abwaschen und mit einer Gabel oder der Seite eines Messers zerdrücken. Die Rinderbrühe im Cognac lösen, die zerdrückten Körner und das Tomatenmark hinzugeben und gut verrühren. Zum Schluss wird mit der Sahne abgeschmeckt. Zum anrichten wird das Fleisch in die Mitte eines Tellers platziert, mit der Soße übergossen und einige Pfefferkörner darüber gestreut. Dazu passen Kartoffeln oder Pommes frites.

Süß-Pikante Pfeffergerichte

Mit dem wachsenden Hype um die Kochsendungen, die derzeit beinahe auf jedem Sender zu finden sind, wächst auch der Drang nach Neuem und Einzigartigem. Jeder dieser sogenannten „Showköche“ möchte sich von der Masse abheben und für seine kreativen und außergewöhnlichen Rezepte bekannt werden. Daher finden sie süße oder fruchtige Rezepte mit Pfeffer oder anderen scharfen Gewürzen mittlerweile in jedem guten Kochbuch. Honig-Senf Feigen mit grünem Pfeffer, Pikante Ananas-Pfannkuchen oder Würzige Schokoladentaler sind zur Zeit der absolute Renner. Für Einsteiger hier ein einfaches aber köstliches Beispiel.

Für 2 Personen
2 Tl eingelegten grünen Pfeffer
die Schale von 1 unbehandelten Limette
2 El Limettensaft
2 El Zucker
1 Pk. Vanillezucker
500 g Erdbeeren
150 g Vollmilchjoghurt

Der Pfeffer wird klein gehackt oder mit einer elektrischen Pfeffermühle zerkleinert. und mit der Limettenschale, dem Saft, 1EL Zucker und dem Vanillin verrührt. Die Erdbeeren müssen vom grünen befreit, gewaschen und nach belieben geschnitten werden. Man gibt die Gewürzmischung über die Beeren und vermengt alles. Im nächsten Schritt dann für zirka 10 Minuten gut durchziehen lassen. Währenddessen den Joghurt mit einem weiteren EL Zucker verrühren und dazu reichen.

Wenn sie bisher noch nie ein süßes Pfeffergericht probiert haben sollten sie das unbedingt nachholen. Denn egal wie man es dreht und wendet, der Pfeffer bleibt ein, wenn nicht sogar das wertvollste Gewürz, das sie in ihrem Regal stehen haben.